Kommunales Netzwerk für Suchtprävention und Suchthilfe Baden-Baden

Das Kommunale Netzwerk für Suchtprävention und Suchthilfe Baden-Baden besteht seit 2008 und ist ein freiwilliger Zusammenschluss verschiedener Suchthilfe-Einrichtungen, Ärzten, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen unter dem Dach der Stadt Baden-Baden. Als Geschäftsführerin koordiniert die Kommunale Suchtbeauftragte das Netzwerk.

Die Mitglieder engagieren sich im Kommunalen Netzwerk für Suchtprävention und Suchthilfe Baden-Baden mit dem Ziel, die Suchtkrankenhilfe im Stadtkreis bedarfsgerecht, wohnortnah und möglichst niedrigschwellig weiterzuentwickeln. Eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfeformen soll sichergestellt und für möglichst nahtlose Übergänge gesorgt werden.

Auf Augenhöhe tauschen sich die Mitglieder regelmäßigen über einen praktikablen und wirksamen Weg zur Verbesserung der örtlichen Versorgungsstrukturen in der Suchtprävention und Suchthilfe aus. Gemeinsam werden sinnvolle Lösungen gesucht, neue Impulse für die Stadt Baden- Baden gegeben und vorhandene Ressourcen genutzt. Schritt für Schritt werden somit die Rahmenbedingungen verbessert.

Für die Betroffenen und ihren Angehörigen bedeutet dieses, dass sie schnell und unkompliziert fachliche Hilfe erhalten und g.g.f. weitergeleitet werden.

Kein Mensch, der Rat und Hilfe sucht und benötigt, soll beim Wechsel zu anderen Einrichtungen, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Ärzten „verloren“ gehen.

So wurde 2017 eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Jugendamt und der Fachstelle Sucht in Baden-Baden zum Schutz von gefährdeten Kindern aus suchtbelasteten Familien getroffen. In dieser Vereinbarung sind Handlungsschritte für einen angemessenen Umgang bei Verdachtssituationen auf eine Kindeswohlgefährdung festgelegt.

Ziele im Bereich der Suchtprävention
  • neue Konsumtrends im legalen und illegalen Drogenbereich beobachten und praktikable Maßnahmen zu initiieren, weiterentwickeln und umsetzen
  • zeitnah Präventionskonzepte für Kinder und Familien, junge und ältere Menschen anbieten
  • neue pädagogisch ausgerichtete Wege in der Suchtprävention bekannt machen.
Ziele im Bereich der Suchthilfe
  • eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfeformen sicher stellen, somit
  • für möglichst schnelle und nahtlose Übergänge zu sorgen
  • schrittweise die Rahmenbedingungen zu verbessern.
  • Ausbau von Angeboten für suchtkranke Menschen und ihren Angehörigen
    (individueller, wohnortsnaher Beratung, Behandlung, Rehabilitation)
  • Ausbau von Integrationshilfen im Arbeitsleben und Verzahnung von Suchthilfeangeboten mit Angeboten des Arbeitsmarktes
Kooperationspartner

Ärzteschaft Baden-Baden in der Bezirksärztekammer Nordbaden

ACURA Psychosomatische Klinik Baden-Baden

Anonyme Alkoholiker

AOK – Die Gesundheitskasse Mittlerer Oberrhein

Caritasverband Baden-Baden e.V.

Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

Eberle, Nadeshda, Ärztin, Substitutionspraxis

Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt Baden-Baden

Fachklinik Fischer-Haus, Gaggenau, Michelbach

Fachstelle Sucht Rastatt/ Baden-Baden des Baden-Württembergischen Landesverbands für Prävention und Rehabilitation e.V.

Fischer, Elke, FA Allgemeinmedizin

Gesundheitsamt Landratsamt Rastatt, Außenstelle Baden-Baden

Jobcenter Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden

Klinik für Kinder und Jugendliche, Klinikum Mittelbaden, Klinik Balg

Landesapothekerkammer Baden-Württemberg

Median Klinik Gunzenbachhof Baden-Baden

Rehaklinik- Freiolsheim, Gaggenau, Freiolsheim

Schorn, Patrick, Dr. med., Arzt für innere Medizin

Stickling, Thomas, Dr. med., Arzt für innere Medizin

Vogler, Nicole, Apothekerin

Zentrum für Psychiatrie Emmendingen, Klinik für Suchtmedizin

Steuerungsgruppe

In der Steuerungsgruppe arbeiten mit:

Patrick Kwik, Landesapothekerkammer Baden-Württemberg

Dr. Friedemann Hagenbuch, Facharzt für Pschiatrie, Suchtmedizin, Chefarzt der Klinik für Suchtmedizin ZfP Emmendingen

Sabine Brügge, Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

Nadeshda Eberle, Substitutionsärztin in Baden-Baden

Bernhard Hochmuth , AOK Mittlerer Oberrhein, Leiter des CC Sozialer Dienst

Christian Frisch, Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Stadt Baden-Baden e.V

Wolfgang Langer, Leiter der Fachstelle Sucht Rastatt Baden-Baden

Nicole Vogler, Apothekerin

Anonyme Alkoholiker, Selbsthilfegruppe

Karin Marek-Heister, Kommunale Suchtbeauftragte

Kommunale Suchtbeauftragte

1991 wurde die Stelle für Kommunale Suchtprävention in Baden-Baden geschaffen und erstmalig besetzt. Seitdem plant, initiiert und koordiniert die Kommunale Suchtbeauftragte mit Kooperationspartnern Maßnahmen im Bereich der Suchtprävention und Suchthilfe vor Ort. Gemeinsam mit Partnern wie Suchtberatungsstelle, Ärzten, Polizei und Lehrkräften werden Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihren jeweiligen Lebensbereichen, Familien, Kindergarten, Schulen, Jugendarbeit, Vereinen und Betrieben entwickelt und umgesetzt.

Zu dem Aufgabengebiet der Kommunalen Suchtbeauftragten gehört die Bestandsaufnahme und Sammlung von Informationen, Beobachtung von Entwicklungen im Präventions- und Suchthilfebereich sowie die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie übernimmt die Moderationsfunktion bei der Vernetzung und der Entwicklung von Angeboten im Suchthilfebereich und ist Ansprechpartnerin für Ratsuchende.

Aufgaben:

  • Beratung und Unterstützung von Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften
  • Initiierung und Durchführung von Suchtpräventionsprojekten
  • Multiplikatorenschulungen
  • Arbeitskreise
  • Geschäftsführung des Kommunalen Suchthilfenetzwerks Baden-Baden

„Wichtig ist es alles aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten. Deshalb finde ich dieses Netzwerk so wichtig, da Sucht viel komplexer ist als nur ein pharmazeutisches Problem.“

Patrick KwikApotheker und Suchtbeauftragter der Landesapothekerkammer Baden- Württemberg.

„Ich engagiere mich gerne für das Suchthilfenetzwerk in Baden-Baden, weil ich die interdisziplinäre Zusammenarbeit schätze, begeisterter Netzwerker bin, und weil die ausgesprochen familiär-herzliche Atmosphäre auch zu respektablen Arbeitsergebnissen führt.“

Dr. Friedemann HagenbuchFacharzt für Psychiatrie, Suchtmedizin, Chefarzt der Klinik für Suchtmedizin am ZfP Emmendingen
✎ 2019 - Kommunales Netzwerk für Suchtprävention und Suchthilfe Baden-Baden